Lesung Mo Asumang „Mo und die Arier." Buchgestöber

Mi, 24.05.17

Tiefgang mit Charme: Mo Asumang

In ihrer aktuellen Vita darf das 2016 veröffentlichte Buch „Mo und die Arier. Allein unter Rassisten und Neonazis“ keinesfalls fehlen. Die Autorin traf im Vorfeld Neonazis, Rassisten, auch Mitläufer bei Pegida und sogar Mitglieder des Ku-Klux-Klans. Sie bewegte sich zur Recherche auf eindeutigen Nazi-Plattformen, allein mit dem Ziel, gegen Wut, Hass und Gewalt anzugehen. Erneut wurde der afrodeutschen Autorin reichlich Aufmerksamkeit zuteil. Ihr Buch kletterte in den Bestsellerlisten weit nach oben.
Der nächste Schritt war demnach fast zwangsläufig. Mo Asumang rief ihre Schultour „Die Arier“ ins Leben und besucht im Schuljahr 2016/2017 deutsche Schulen und Universitäten, um vor Ort eine Lesung mit anschließender Diskussion abzuhalten. In der Regel fallen ihre lokalen Auftritte dann so aus, dass sie vormittags eine Schule besucht und abends eine Lesung hält.

Wer Mo Asumang also in all ihren Facetten erfassen will, sollte viele Seiten berücksichtigen, wobei aktuelle Themen wie Rassismus, neonazistische Ausschweifungen und Gewaltproblematiken bei ihr immer im Vordergrund stehen. Viele Ehrungen und Auszeichnungen begleiten ihren beruflichen Weg. Ob Adler Award, Nominierungen für den Grimme-Preis, Phoenix- Film-Auszeichnungen für den Film „Der Arier“, eine Nominierung für den Prix Europa oder für den „Arier“ den Quotenmeter Fernsehpreis. Ganz nebenbei wurde Mo Asumang letztes Jahr mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet.
Am 24. Mai hat Mo Asumang gleich zwei Auftritte in Oberhausen. Am Vortag des alljährlichen Buchgestöbers auf dem Gelände der ehemaligen Zinkfabrik Altenberg begrüßt die Geschichtswerkstatt das Multitalent. Vormittags will die afrodeutsche Autorin im Rahmen ihrer „Die Arier“-Schultour zunächst das Bertha-von-Suttner-Gymnasium besuchen, um sich dort mit Schülern auszutauschen. Am Abend wird sie dann bei der Geschichtswerkstatt Oberhausen aus ihrem neuen Buch lesen und im Anschluss mit den Gästen diskutieren. Die Besucher dürfen sich auf eine engagierte Autorin freuen, die auch über rassistische Anfechtungen aus eigener Erfahrung berichten wird. Der Tag mit Mo Asumang wird von der noch jungen Jugendgeschichtswerkstatt Oberhausen organisiert und begleitet und vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziell gefördert.


Weitere Infos gibt es bei der Geschichtswerkstatt Oberhausen (Tel: 0208-3078350 oder info@geschichtswerkstatt-oberhausen.de)


geschichtswerkstatt-oberhausen.de




Einlass 18:30 Uhr

Beginn 19:00 Uhr

Eintritt / FREI

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